Audiodeskription

Filmbeschreibung ermöglicht blinden und sehbe-
hinderten Zuschauern den Zugang zum Erlebnis eines Films. In Dialogpausen schildert ein Sprecher, was visuell auf der Leinwand vor sich geht – es entsteht ein Hörfilm. Die Figuren müssen genau in ihrer äußeren Erscheinung beschrieben werden, ebenso ihre Mimik, Gestik etc. Auch Räume, Licht, Farben, Atmosphäre und Elemente der Bildkomposition sind wiederzugeben. Es darf nicht interpretiert und nichts vorweggenommen werden, die Sprache soll neutral, aber doch lebendig und abwechslungsreich sein – damit das Zielpublikum den Film auf vergleichbare Weise erfahren kann wie sehende Zuschauer.

Der Hörfilmautor ist bei dieser besonderen Form der Übersetzung von visuellen Elementen in Sprache nicht nur für den Text zuständig, sondern legt auch das Timing der Sprechereinsätze fest. Wichtige Geräusche und Musikpassagen müssen freibleiben, sie sind Teil der Handlung und vermitteln Stimmung.

Auswahl an Projekten

  • Die Geheimnisse des schönen Leo
    Dokumentarfilm von Benedikt Schwarzer, 2018 (Subwerk)
  • Die Welt der Wunderlichs
    Spielfilm von Dani Levy, 2016
    (Subwerk Stuttgart)
  • Kinderprogramm der
    Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, 2016-2018
  • Miss Sixty
    Spielfilm von Sigrid Hoerner, 2014
  • Coming in
    Spielfilm von Marco Kreuzpainter, 2014
  • Die Olsenbande läuft Amok
    Spielfilm von Erik Balling, Erstdeskription 2013
    (Audioskript Berlin)